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Konzept für ein Videospiel

Ich arbeite gerade an einer Story/einem Konzept für ein Videospiel. Ich habe schon mehrfach mit der Idee gespielt, mir jedoch immer zu hohe Ziele gesetzt. Ziele die alleine und ohne Hilfe nicht zu erreichen sind.

Gestern kam mir dann aber eine Idee, die alles einfacher machen sollte. So ist zumindest der plan. Ob der aufgeht wird heute Abend mit einem Programmierer besprochen. Und da das mein Bruder ist und der wahrscheinlich nicht wirklich helfen will wird der mir schon sagen ob das für mich machbar ist.

Die Story schwirrte mir schon lange im Kopf herum, jedoch als Idee für einen Film, was viele Schwierigkeiten mit sich bringen würde. Die Verlagerung des ganzen in ein Videospiel verändert natürlich einiges, und das größte Problem das die Story als Film haben würde fällt weg.

Das Spiel an sich ist, müsste ich ein Genre erfinden, ein “Jetzt-Zeit-Cyberpunk-Abenteuer zum erleben”. Also nicht wirklich ein Spiel, eher eine Erfahrung mit Elementen des Rollenspiels, der Textadventure, der Abenteuerbücher, gepaart mit neuen Kommunikationswegen und Spielkonzepten die weit über ein klassisches Videospiel raus gehen. Der Größte Teil spiel sich im kopf ab, wie bei Textadventures, der andere Teil ist in das Leben des Spielers eingebunden.

Eine Herausforderung die ein normales spiel nicht hat ist die das der Spieler nicht wirklich bestimmt wann gespielt wird, sondern das Spiel selber. Und das sollte so passieren das der Spieler nicht vom Spiel genervt wird, sondern mitfiebert. Dazu muss die Story, und um die solle es hier gehen, zum einen fesselnd sein, zum anderen wichtig, und auf schnelle Reaktion wartend wirken ohne das wirklich zu tun.

Ich habe eine gute Idee was die Story ist, jedoch eher als Konzept. Dies habe ich als eine Art Exposé runter geschrieben. Der Nächste Schritt wird es jetzt die einzelnen Storypunkte in ein funktionierendes Konzept einzupassen. Basieren werde ich den Storyaufbau in das bekannte Heldenschema, jedoch abgewandelt mit den Plotpunkten eines Kinofilmes. Dieser Aufbau ist bekannt und fühlt sich für Spieler hoffentlich auch so an. und da mach ich mich jetzt mal ran.

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BlueMoonMurderBallads

Ich hatte ja schon geschrieben das ich mir nicht sicher war was mein nächstes Projekt werden würde. Und auch das mehrmalige lesen der Drehbücher hat mich nicht wirklich weiter gebracht. Also habe ich, auch zugunsten bezahlter Arbeit, erst mal abgewartet. Ob nicht vielleicht ein Geistesblitz kommt, eine Idee. Mein Problem war nämlich dieses: Eigentlich wollte ich BlueMoonMurderBallads machen, aber da ist ein Teil der einfach zu teuer werden würde. Und das Problem habe ich jetzt gelöst, bzw. eine Lösung gefunden die für mich machbar scheint.

Die Idee ist es das Drehbuch zu unterteilen. Zwei kleinere Filme, ggf. in Serienform, also dann eher Staffeln, von denen eine gut zu stemmen ist. Das Problem war nur das es zwei Storylines gibt die gut zusammen funktionieren würden, dann jedoch eine übrig wäre die alleine nicht funktioniert. Und dafür ist mir heute das passende Gegenstück eingefallen. Naja, eher gestern Abend.

Heißt: Mein nächstes Drehbuch/Filmprojekt wird BlueMoonMurder Ballads. Und damit auch Thema der nächsten Einträge hier :D

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T-2 für den NaNoWriMo

Noch zwei Tage bis zum 1. November. Und dann geht es darum am Tag im Schnitt 1667 Wörter zu schreiben. Bei mir ist das ein wenig anders, ich habe 28 Kapitel mit 700 -2100 Wörtern Tagesziel. Und bis auf Zwei Tage muss ich die jeden Tag erreichen. Wenn ich nur ein 50000 Wörter Ziel habe oder ein “um die 1700 Wörter pro Tag” Zeil das keine feste Zahl ist, da werde ich schluderig. (Ach 1500 reichen doch auch, dann muss ich halt morgen mehr. Und am nächsten Tag das selbe ;) )

Aber so viel ist auch nicht mehr vor zu bereiten. Ich musste dem Plot für den kompletten dritten Akt neu schreiben (ein Viertel des Buches) weil ich meinen Rechner immer an lasse und deshalb auch nie speichere. Etwas das ich mir für den November mal wieder antrainieren muss…

Ich muss noch ein paar Namen raus suchen. Dabei hilft mir eine Webseite die ich jedem ans Herz lege der auch in der Jetztzeit schreibt. Auf beliebte-vornamen.de/jahrgang finden sie die beliebtesten Vornamen nach Jahrgang sortiert. So kann man jedem Alter einen passenden Namen geben. Ich bin dann immer noch ein, zwei Jahre weiter gegangen (nach vorne) und habe einen Namen gewählt der vorher noch nicht in war. Die Eltern meiner Protagonisten sind cool und haben einen Geschmack der vor dem Zeitgeist ist. Okay, andere nennen das Weird, aber was soll’s.

Da werde ich jetzt noch ein paar Namen für Jungen und Mädchen raussuchen, Klassenkameraden vom Protagonisten. Eine Liste in der ich dann beim schreiben immer nur einen raus picken muss..

Ansonsten überlege ich noch jedem Kapitel einen Namen zu geben, oder irgendwas anderes… vielleicht Zitate? Ist aber nur eine Überlegung, keine Ahnung ob ich das wirklich mache. Und wenn kann man das auch immer noch im Nachhinein. Was ich aber überlege ist den kompletten Stil in dem das Buch geschrieben wird noch mal kurz vorher um zu schmeissen.

So oder so: Sind wir bald da? Ist bald November?

StephenKing

Die Angst vor dem weißen Blatt

Stephen King meint das eines seiner größten Ängste wohl das weiße Blatt wäre. oder halt der weiße Bildschirm. Er ist wohl ein Gärtner. Und Nein. Damit meine ich nicht seine Arbeiten vor dem Haus.

Gärtner und Architekten

Gärtner werden auch Discorvery Writer genannt. Sie setzen sich vor das oben genannte weiße Blatt und fangen an zu schreiben. Sie werfen Quasi Samen auf die Wiese und schauen dann mal was daraus wächst. Sie haben keinen Plan (Im Sinne von Planung) was passiert. Architekten sind da eher genau das Gegenteil. Idee -> Konzept -> Outline -> Erste Fassung -> zweite Fassung -> … Sie machen einen Plan und verfeinern ihn immer mehr. Und wissen dann genau was sie machen müssen wenn sie anfangen zu baue… schreiben.

Die Weiße Seite ist dabei weniger das Problem. Denn ich habe ja schon eine Idee, die ich nur noch aufschreiben muss. Und wenn die da schon steht habe ich immer was an dem ich mich abarbeiten kann. Wenn ich eine Idee habe (Ausserirdische greife die Erde an. Ein Geschwisterpaar wird getrennt. Der Bruder wird von den Ausserirdischen verschleppt, die Schwester flüchtet mit dem Vater und der Mutter auf der Erde vor dem Angriff) schreibe ich daraus mein Konzept und reicher es mit Ideen an. (Die Familie gehören zu Preppern, also Leuten die sich auf den Weltuntergang vorbereiten. Die Ausserirdischen greifen nicht wie hunderttausendmal gesehen an indem ihre Raumschiffe auf einmal erscheinen, die werden auf die Erde gebeamt und machen mit Fußtruppen größtmöglichen Schaden. Der Grund des Angriffes: Menschen=Futter für die Aliens.) Wenn das soweit ist kommt als nächstes der Plot dran. Die Outline. Hier werden alle Kapitel mit ein bis drei Sätzen zusammen gefasst. Ausserdem werde für bestimmte Schlüsselszenen foreshaddowings (Epische Vordeutung) eingebaut. Danach wird dann die erste Fassung geschrieben, Kapitel für Kapitel. Hier fängt dann das an was die Gärtner immer machen. Einfach gucken was passiert und die Finger tun lassen was sie tun wollen. Buchstabe für Buchstabe. Nur mit dem Vorteil das es für jedes Kapitel ein Ziel gibt. Den Anschluss an das nächste Kapitel.

Warum ich mehr Architekt bin als Gärtner

Wegen dem Ziel. Ich weiß den Ausgang des Buches, ich weiß wo ich hin muss, weiß was ich dafür brauche. Das einzige was ich dafür machen muss ist die Kapitel so gestalten das sie nicht nach Wegbeschreibung aussieht, sondern nach echtem Leben. Mein Problem, und das teilen viele Gärtner mit mir, ist das ich beim “freien Schreiben” Planlos und ohne richtiges Ende schreibe. Meine Firguren pimmeln ein wenig rum, sind furchbar unnötig zu irgendwas motiviert das die Geschichte einfach nicht weiter bringt.

Nur Gärtner oder Architekt sein?

Es gibt imho keine reinen Gärtner oder Architekten. Die meisten die eher zum freien schreiben tendieren haben zumindest eine Idee für die Story, für coole Charaktere oder ein paar coole Szenen. Wer zum Architektentum neigt macht es eher so wie oben beschrieben. Echte Architekten würden nämlich auch die einzelnen Kapitel noch mal in drei Akte (SetUp, Confrontation, Resolution) auf zu splitten, und dann … immer kleinlicher. Bis auf Satz/Dialogebene. Ich würde mich zu 75% Als Architekt, zu 25% als Gärtner einordnen.

Es gibt kein richtig und falsch… zumindest nicht im allgemeinen

Natürlich gibt es richtig oder falsch. Für jede einzelne Person. Aber was für einen richtig und was falsch ist muss jeder selber raus finden. Man sollte beides probiert haben. Super sind dafür Kurzgeschichten. Oder halt der NaNoWriMo. Es gibt ja auch Discovery Writer die in einem durch eine Erste Fassung schreiben, daraus dann eine Outline machen, die Charaktere definieren und die zweite Fassung nach eben dieser Outline. Das wäre dann wohl 50%/50% :D

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Joseph Campbell über die Heldenreise

Joseph Campbell war ein amerikanischer Professor der Mythologie. In seinem Buch “Der Heros in tausend Gestalten(Amazon-Produktlink) hat er das Konzept der Heldenreise vorgestellt. Die Heldenreise umfasst 12 (aktuell/Monomyth) bis 17 (klassische Heldenreise nach Campbell) Schritte die in einer Story vorkommen können.  Seltener auch in anderer Reihenfolge. Aber die meisten Epischen Geschichten durchlaufen folgende Phasen:

HeroesjourneyKlassische Beispiele sind die Grieschiche Mythologie (Odysee usw.), aktuellere Starwars, Matrix, Harry Potter usw. Diese Schritte sind dabei alle in der Position verschiebbar (bedingt) und auch nicht unbedingt immer vorhanden. Die originalen 17 Schritte haben schon 5 “verloren” die nicht mehr allzu oft benutzt werden.
In einem 1-stündigen Interview stellt Joseph Campbell hier sein Konzept der Heldenreise (auf Englisch) vor. Für diejenigen dessen Schulenglisch ein wenig eingerostet ist werde ich die einzelnen Schritte der Heldenreise auch noch mal mit Beispielen vorstellen.